Backen verbindet Kulturen und Generationen – ob süße Klassiker aus der Heimat oder besondere Rezepte aus aller Welt. Heute nehme ich euch mit in die türkische Küche und zeige, wie traditionelle Zutaten und Aromen zu kleinen und großen Köstlichkeiten werden, die Herz und Seele wärmen. Dieses traditionelle Rezept möchte ich euch einfach nicht vorenthalten – es ist so köstlich und super einfach zu machen.
Ursprung & Tradition
Sam Tatlisi stammt ursprünglich aus der Region „Hatay“ im Süden der Türkei. Es handelt sich um ein Grießgebäck, das nach dem Backen mit einem süßen Zuckersirup übergossen wird. Die Variante mit Kichererbsen (Nohutlu) ist eine regionale Spezialität, die den Kuchen besonders sättigend und aromatisch macht.


Die klassischen Zutaten für den Kuchen bestehen aus Grieß, der als Hauptbestandteil für eine kernige und zugleich saftige Struktur sorgt. Zucker und Honig verleihen ihm die nötige Süße und geben dem Teig Bindung. Milch und Wasser bilden die Grundlage für die richtige Konsistenz, während die untergemischten Kichererbsen eine feine, nussige Note hinzufügen und den Kuchen besonders weich machen. Nach dem Backen wird er mit einem Sirup aus Zucker, Wasser und Zitronensaft übergossen, der ihm seine typische Saftigkeit und Süße verleiht. Als Topping kommen Nüsse zum Einsatz – klassisch Walnüsse oder Mandeln, bei mir jedoch gerne gehackte Pistazien, die dem Kuchen einen besonderen Farbakzent und ein edles Aroma geben.
Gibt es alternative Kombinationen für den Kuchen?
Ja absolut, ihr könnt anstatt den klassischen Möglichkeiten mit Nüssen auch weitere Kombinationen wählen. Je nach Geschmack und Vorliebe könnt ihr zum Beispiel den Kuchen mit einem leckeren türkischen Tee verbinden. Er bringt eine kräftige Note mit und passt hervorragend zu einem süßen Kuchen. Auch eine gute Möglichkeit ist ein Mokka oder türkischer Kaffee – die herbe Note gleicht die Süße des Kuchens aus. Es gibt auch eine andere Variante nämlich ein Gewürztee zum Beispiel mit Zimt oder Kardamom – dieser passt wunderbar zu einer nussigen Note der Kichererbsen. Es gibt jedoch auch noch eine andere zusätzliche Süße Ergänzung – mit einer Kugel Vanille oder Pistazieneis. Wer es gerne fruchtig haben möchte, toppt den Kuchen mit frischem Obst – passt perfekt zur Süße des Kuchens.
Zutaten
Für den Kuchen
- 200 g Hartweizengrieß
- 100 g Kichererbsenmehl oder fein gemixte gekochte Kichererbsen
- 2 Eier
- 120 g Honig
- 50 ml Olivenöl
- 50 g geschmolzene Butter zum fetten der Springform
- 100 ml Wasser
- 1 TL Vanille
- 1 TL Backpulver
- Pistazien, Sesam & Mandeln zum garnieren
Für den Sirup
- 200 ml Wasser
- 100 g Honig
- ½ Zitronensaft
Zubereitungsanleitung
1. Teig herstellen
- Nehmt euch einen Standmixer zur Hand.
- Gebt nun zuerst den Grieß, die Kichererbsen, das Backpulver und die Vanille in eueren Mixer und kurz durchmixen.
- Anschließend gebt ihr das Öl, das Wasser und den Honig hinzu und mixt alles gut miteinander bis ein zäher Teig entsteht.
- Währenddessen heizt ihr den Ofen bei 180°C Ober und-/Unterhitze vor.
- Bereitet euch eine gefettete Springform vor, indem ihr die Butter zum Beispiel in einem Wasserbad schmälzt und mit einem Pinsel eure Springform bestreicht. Füllt danach euren Teig hinein, glättet die Oberfläche und bestreut diese mit Mandeln.
- Im Anschluss gebt die Form in den Ofen und backt ihn für ca. 30–35 Minuten bis er goldbraun ist.
2. Sirup herstellen
- Der Sirup sollte heiß über den Kuchen gegossen werden, deshalb erst kurz vor Ende der Backzeit herstellen.
- Ihr braucht dafür einen kleinen Topf.
- Gebt das Wasser, den Honig und den Zitronensaft hinein.
- Stellt den Topf auf den Herd und lasst es kurz aufkochen.
- Sobald der Kuchen goldbraun ist, nehmt ihr ihn aus dem Ofen und stecht mit einer Kabel queer über den Kuchen ein, sodass kleine Löcher entstehen. So kann der Sirup gut einziehen.
- Nun könnt ihr den heißen Sirup über den Kuchen großzügig gießen.
- Der Sirup sollte vollständig eingezogen sein, anschließend mit gehackten Pistazien bestreuen.Viel Spaß beim ausprobieren.




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