Zucker aus Tro­cken­früch­ten – die natür­li­che Alter­na­ti­ve selbst gemacht

by | Juli 21, 2025 | Rezepte für Naschkatzen | 0 comments

Zucker aus Tro­cken­früch­ten – die natür­li­che Alter­na­ti­ve selbst gemacht


Zucker kann man ganz ein­fach selbst her­stel­len – und zwar in einer voll­wer­ti­gen, natur­be­las­se­nen Vari­an­te. Alles, was man dafür braucht, sind hoch­wer­ti­ge Tro­cken­früch­te wie Dat­teln, Fei­gen, Maul­bee­ren oder auch Rosi­nen. 

Maulbeeren

 Wel­che Früch­te eig­nen sich?

Die­se süßen Früch­te brin­gen von Natur aus reich­lich Frucht­zu­cker mit und las­sen sich, wenn sie voll­stän­dig durch­ge­trock­net sind, zu einem fei­nen Pul­ver ver­mah­len – ein wun­der­ba­rer Ersatz für indus­tri­el­len Zucker. Die Vor­aus­set­zung: Die Tro­cken­früch­te müs­sen wirk­lich rich­tig tro­cken sein. Denn wenn sie noch zu weich oder leicht feucht sind, lässt sich kein Pul­ver her­stel­len – die Mas­se wird kleb­rig oder klumpt. Des­halb lohnt es sich, auch bereits gekauf­te Tro­cken­früch­te noch ein­mal im Dörr­ge­rät oder Back­ofen bei nied­ri­ger Tem­pe­ra­tur wei­ter­zu­trock­nen, bis sie wirk­lich brü­chig und hart sind. Geeig­net sind beson­ders:

  • Dat­teln (v. a. Deglet Nour oder klei­ne­re fes­te Sor­ten)
  • Wei­ße oder schwar­ze Maul­bee­ren
  • Fei­gen
  • Rosi­nen oder Korin­then
  • Getrock­ne­te Bana­nen­stü­cke (nicht frit­tiert)

Ist Zucker gleich Zucker?

Ja, irgend­wie schon und dann auch wie­der nicht. Was vie­le nicht wis­sen: Indus­tri­el­ler Zucker, ob aus Rübe oder Rohr, ist ein hoch­ver­ar­bei­te­tes Pro­dukt. Wäh­rend man den Ursprung einer Frucht­zu­cker-Vari­an­te noch klar erken­nen kann, ist das bei wei­ßem Haus­halts­zu­cker nicht mehr der Fall – er wur­de che­misch extra­hiert, gerei­nigt, mehr­fach raf­fi­niert und ent­hält kei­ner­lei sekun­dä­re Pflan­zen­stof­fe mehr. Der selbst her­ge­stell­te Frucht­zu­cker aus Tro­cken­früch­ten dage­gen ist ein leben­di­ges Lebens­mit­tel. Wer ihn in Roh­kost­qua­li­tätbe­hal­ten möch­te, soll­te beim zwei­ten Trock­nen dar­auf ach­ten, dass die Tem­pe­ra­tur nicht über 40 Grad steigt. So blei­ben vie­le hit­ze­emp­find­li­che Inhalts­stof­fe erhal­ten. Die Tro­cken­früch­te kön­nen anschlie­ßend luft­dicht auf­be­wahrt und bei Bedarf frisch gemah­len wer­den – so wie bei fri­schem Voll­korn­mehl auch.

Wie ver­wen­de ich den Zucker?

Ver­wen­den lässt sich die­ser selbst­ge­mach­te Zucker über­all dort, wo man nor­ma­ler­wei­se wei­ßen Zucker ein­set­zen wür­de – ob im Kuchen, im Müs­li, im Gebäck oder für Des­serts. Er bringt nicht nur Süße mit, son­dern auch ein fei­nes, fruch­ti­ges Aro­ma, das je nach Sor­te ganz unter­schied­lich schme­cken kann – mal kara­mel­lig (z. B. bei Maul­bee­ren), mal herb und kräf­tig (Fei­gen), mal mild und rund (Dat­teln). Meist reicht bereits eine etwas klei­ne­re Men­ge als im Ori­gi­nal­re­zept vor­ge­se­hen, da die Süß­kraft durch die natür­li­che Frucht­ba­sis sehr inten­siv wirkt. In der Regel kann man ihn aber 1:1 als Zucker­al­ter­na­ti­ve ver­wen­den – und dabei ganz neben­bei den Nähr­stoff­ge­halt sei­ner Spei­sen ein klei­nes Stück auf­wer­ten.

Zucker selbst herstellen
selbstgemachte Zucker
Zucker aus Maulbeeren

Zucker aus Tro­cken­früch­ten – die natür­li­che Alter­na­ti­ve selbst gemacht

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250 g

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  • 250 g Maul­bee­ren getrock­net

Zube­rei­tungs­an­lei­tung

  • Die Maul­bee­ren kann man meist schon getrock­net kau­fen, genau­so wie die Dat­tel oder die Fei­ge. Aller­dings sind die­se meist nicht ganz tro­cken und somit eig­nen sie sich noch nicht zum her­stel­len einer Süße in Pul­ver­form.
  • Die Maul­bee­ren kön­nen im gan­zen auf ein Blech gege­ben wer­den, genau­so wie Rosi­nen. Dat­teln, Fei­gen oder Apri­ko­sen soll­ten vor­her in klei­ne Stü­cke geschnit­ten wer­den. Am bes­ten trock­net ihr die Früch­te in der Son­ne oder bei ca. 40 Grad über Nacht, damit alle Vital­stof­fe erhal­ten blei­ben.
  • Die Früch­te soll­ten vor der Wei­ter­ver­ar­bei­tung deut­lich trock­ner sein als zuvor. So kom­men sie in einen Mixer und wer­den zu fei­nem Pul­ver ver­ar­bei­tet.
  • So fül­le ich das Pul­ver in ein luft­dich­tes Gefäß und ver­wen­de es zum süßen. Das Pul­ver ist meh­re­re Mona­te halt­bar. Durch die Rest­feuch­tig­keit kann der Zucker fest wer­den, dann ein­fach noch­mal durch­mi­xen.
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Verfasst von: essalavanessa

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